zwipf

Futtersäckli für Kleinvögel

"zwipf" ist ein Futtersäckli für Kleinvögel im Siedlungsgebiet.
Es bietet eine umweltfreundliche Alternative zu den herkömmlichen Produkten. Denn diese sind oft mit einem Kunststoffnetz umhüllt und nicht wieder befüllbar. Das Risiko, dass die Kunststoffnetze in der Natur zurückbleiben, ist gross.

Der Name „Zwipf“ ist eine Abkürzung und bedeutet Zwischenverpflegung.
Denn bei Bodenfrost, Eisregen oder geschlossener Schneedecke kann die Fütterung eine Überlebenshilfe sein.

Das Futtersäckli ist im Rundstrickverfahren hergestellt und besteht aus Leinenschnur.
Für "Maker" habe ich eine Anleitung erstellt. Mit etwas handwerklichem Geschick können diese für den Eigengebrauch selbst hergestellt werden.

Der Inhalt besteht aus schwarzen Sonnenblumenkernen, gehackten Baum- und Haselnüssen sowie einigen Rosinen.
Ist der Inhalt aufgefressen, kann der "zwipf" gewaschen und wieder befüllt werden.

Ein "zwipf" kostet CHF 16.00
(Bestellung per Mail: info@sapperlot.ch)
Die Schweizerische Vogelwarte und der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz haben ein Merkblatt zum Thema „Fütterung von Kleinvögeln“ herausgegeben.
„Futterstellen bieten ausserdem eine gute Gelegenheit, Vögel aus der Nähe zu beobachten und ermöglichen somit schöne Naturerlebnisse. Deshalb ist gegen ein sachgemässes und massvolles Füttern nichts einzuwenden, wenn wir uns gleichzeitig auch für die dringenden Natur- und Vogelschutzprobleme einsetzen.“

vogelwarte.ch - Merkblatt "Fütterung von Kleinvögeln"

„zwipf“s können fast überall aufgehängt werden.
Geeignet sind Zweige, Stangen und Gitter in ausreichender Distanz zum Boden.
Zu vermeiden sind Auflauerstellen für Feinde (z.B. Katzen).
Als Zufluchtsorte der Vögel bei Gefahren sollten in der Nähe, Bäume oder Sträucher stehen.

Beim Redesign „zwipf“ habe ich das erwähnte Merkblatt berücksichtigt. Aus ökologischen Gründen, sollten auf Erdnüsse, Palmöl und Kokosfett verzichtet werden. Da „zwipf“ wiederbefüllbar ist, habe ich auf eine Anreicherung mit Rindertalg oder Schweinefett verzichtet.

Der Benutzer kann den „zwipf“ ohne grossen Aufwand wieder selbst befüllen. Es sollte aber nichts Gewürztes, Essensreste oder Brot verwendet werden.

Das Material des „zwipf“s besteht aus Leinenschnur (Linum usitatissimum) und ist eine alte Kulturpflanze, die zur Faser- und zur Ölgewinnung angebaut wird.
Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde Leinen in der Textilindustrie fast völlig durch Baumwolle verdrängt, gewinnt aber seit dem Ende des 20. Jahrhunderts als ökologische Naturfaser wieder an Bedeutung.
Mir gefällt das Material, da es in unserer Region wächst und robust ist. Bei Nässe gewinnt es an Reissfestigkeit.

Ich habe beobachtet, wie die Kohlmeisen die Sonnenblumensamen aus dem "zwipf" herauslösen, öffnen und fressen.
Ein Fressverhalten, welches mich an "slowfood" erinnert.
Bei der Fütterung von Meisenknödeln frassen die Kohlmeisen mehr und schneller.
 

sapperlot - productdesign by
Sabine Probst
Diplom Master of Arts ZFH / FHNW, Produkt- und Industriedesign
Fachlehrerin Technisches- und Bildnerisches Gestalten, Informatische Bildung
Fustlighalde 31
4600 Olten / Schweiz
info@sapperlot.ch